Mehrere große Winterstürme haben auf ihrem Weg von Japan nordostwärts zur Beringsee die fernöstliche russische Halbinsel Kamtschatka getroffen und besonders deren Regionshauptstadt mit einer Gesamtschneehöhe von rund 170 cm stark beeinträchtigt. Das heutige Thema des Tages beleuchtet die meteorologischen Bedingungen dieser Winterstürme und deren Auswirkungen.
Die Großwetterlage, die erhebliche Schneefälle auf Kamtschatka produzierte, war geprägt durch ein komplexes Tief in höheren Atmosphärenschichten, das mehrere Kerne aufwies und südlich bis südöstlich von Kamtschatka positioniert war. Dieses Tief fügte sich ein in eine ganze Reihe von Tiefdruckgebieten, die vom nordchinesischen Raum kommend nordostwärts weiterzogen und entlang dieser Linie polare kältere Luftmassen nördlich von milderen Luftmassen südlich davon trennten. Neben dem ersterwähnten sogenannten Höhentief bildeten sich auch in tieferen Atmosphärenschichten und am Boden, mehrere kleinräumige Tiefs, die um das komplexe Höhentief Copyright (c) Deutscher Wetterdienst